ulrich medical Pressemitteilung

25.02.2025

Contrast Booster verbessert Bildqualität und Diagnostizierbarkeit bei pulmonalen CTs

Im Februar 2025 bringt ulrich medical eine Weltneuheit auf den Markt: Das mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnete Atemkontrollgerät Contrast Booster. Der Ulmer Medizintechnik-Hersteller unterstützt damit die Patient:innen beim Müller-Manöver, einer speziellen Atemtechnik für pulmonale CTs. Eine unabhängige Studie* zeigt, dass es bei Lungenembolie-CTs (LECTs) die Kontrastmitteldichte in den Zielgefäßen erhöht, Fehlkontrastierungen verringert und somit die diagnostische Aussagekraft erhöht. Zudem sorgt die konstante, reproduzierbare Atemlage für eine gleichbleibende und vergleichbare Qualität der CT-Bildgebung bei Verlaufskontrollen.



Das Müller-Manöver, auch als ‚Saugen gegen Widerstand‘ bezeichnet, wird in der radiologischen Diagnostik als Atemtechnik eingesetzt, um pathologische Veränderungen in Atemwegen und Lungengewebe, beispielsweise bei Verdacht auf Lungenembolie, besser sichtbar zu machen. Bei LECTs treten jedoch immer wieder Fehlkontrastierungen durch eine transiente Unterbrechung des Kontrasts auf (sogenanntes TIC-Phänomen; Transient interruption of contrast). Der Zufluss von unkontrastiertem Blut aus der unteren Köperhälfte (Vena cava inferior) erschwert dann etwa den Ausschluss einer Lungenembolie. „Als Faktor, welcher die Bildgebung positiv beeinflussen kann, aber in diesem Zusammenhang bisher unterschätzt wurde, gilt die Ausführung des Müller-Manövers. Und genau hier setzen wir mit dem Contrast Booster an: Wir unterstützen und erleichtern den Patient:innen damit die konstante, reproduzierbare Durchführung des Saugmanövers“, erklärt Sven Erdmann, Leitung Technologie und Regulation in der Geschäftsführung von ulrich medical. Wie gut das funktioniert, zeigen die Ergebnisse einer klinischen, prospektiven Single-Center-Studie mit 150 Patient:innen. Bei einem Vergleich von LECTs mit und ohne Contrast Booster konnten die Fehlkontrastierungen mit dem Atemkontrollgerät von 12,3 Prozent auf null reduziert werden. Die erhöhte Kontrastmitteldichte in den Zielgefäßen senkte das Risiko für nicht verwertbare Untersuchungen sowie für falsch-positive und falsch-negative Befunde: Die Rate der vollständig diagnostischen Bilder lag bei 89,6 Prozent.

Einfache Handhabung, erwiesener klinischer Nutzen
Der Contrast Booster besteht aus einer Ladeschale sowie einer Patienteneinheit mit Einwegmundstück, die so leicht ist, dass sie sich ohne Zuhilfenahme der Hände mit dem Mund problemlos halten lässt. Das Gerät ist nicht einweisungspflichtig und erfordert keinen späteren Service. Gespiegelte LED-Anzeigen auf Ladeschale und Patienteneinheit zeigen sowohl den Patient:innen als auch den für die Untersuchung verantwortlichen MTRs synchron an, ob die Saugintensität des Müller-Manövers stimmt oder angepasst werden muss. Nach der Anwendung wird die Patienteneinheit desinfiziert und das Einwegmundstück gewechselt. Dank kurzer Ladezeit ist der Contrast Booster sehr schnell wieder einsatzbereit. „Es war uns wichtig, den Contrast Booster äußerst benutzerfreundlich zu gestalten – und der Red Dot Design Award bestätigt, wie erfolgreich wir dies umgesetzt haben“, so Sven Erdmann und er ergänzt „Stolz machen uns aber auch die Ergebnisse der unabhängigen Studie, die den klinischen Nutzen belegen.“ Der Contrast Booster kann prinzipiell neben kontrastmittelverstärkten CTs der Pulmonalgefäße auch für CTs der Koronargefäße und der thorakalen Aorta eingesetzt werden.

ulrich medical zeigt sein Radiologie-Portfolio, einschließlich des Contrast Boosters, auf dem ECR (European Congress of Radiology) in Wien. Das Team steht vom 26. Februar bis zum 2. März 2025 in Halle X2, Stand 220, für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Weitere Informationen unter https://www.ulrichmedical.com.

 

*von Münchhausen, N., Janssen, S., Overhoff, D. et al. Influence of device-assisted suction against resistance (Mueller maneuver) on image quality in CTPA for suspected lung embolism. Eur Radiol (2023). https://doi.org/10.1007/s00330-023-09834-3
In dieser Studie werden LECTs als CT-Pulmonalis-Angiografien (CTPA) bezeichnet.

 


Über ulrich medical

Die ulrich GmbH & Co. KG, kurz: ulrich medical, entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die Wirbelsäulenchirurgie und Kontrastmittelinjektoren. Das 1912 gegründete Familienunternehmen beschäftigt am Standort in Deutschland und seinen drei Tochtergesellschaften in Frankreich, Spanien und den USA insgesamt über 650 Mitarbeitende. Während die Produkte weltweit zum Einsatz kommen, setzt das Medizintechnik-Unternehmen auf Qualität „Made in Germany“ und ist damit eines der wenigen in der Branche, das seine Produkte in Deutschland entwickelt und herstellt. ulrich medical steigerte 2024 seinen Umsatz erneut – bereits das 15. Jahr in Folge – und unterstreicht damit seine Position als verlässlicher Partner in der Medizintechnikbranche. Das F.A.Z.-Institut zeichnete ulrich medical 2024 zum sechsten Mal hintereinander als einen der „Innovationsführer Deutschlands“ aus.

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Contrast Booster für pulmonale CTs
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